Die verlorene Silbermünze

Mit Jesus auf dem Weg nach Jerusalem II: Das Gleichnis vom verlorenen Geldstück


Jesus erzählte weiter: Stellt euch eine Frau vor. Jeden Abend, wenn sie in ihrem Haus ist, zählt sie das Geld, das sie gespart hat.

Zehn Silbermünzen hat sie schon, sie sind ihr wertvollster Besitz.

Aber eines Abends zählt sie ihre Münzen, und
eine fehlt. Sie ist entsetzt. Waren Diebe in
ihrem Haus?

Beim Wasserholen bemerken ihre Freundinnen, dass sie bedrückt ist. Sie fragen: „Was hast du?“, und die Frau erzählt: „Ich habe eine von meinen Silbermünzen verloren! Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll! Was ist, wenn ich sie nicht wiederfinde?“
Die Freundinnen trösten sie: „Sie ist bestimmt noch in deinem Haus!“ meinen sie. „Du musst nur ordentlich suchen, bestimmt ist deine Münze nur weggerollt und liegt jetzt in irgendeiner dunklen Ecke.“

„Ihr habt recht!“, sagt die Frau und macht im ganzen Haus Licht. Sie sucht überall
und schaut in jeden Winkel, unter jedem Möbelstück sieht sie nach.

Endlich findet sie ihre verlorene Münze.
Sie ist unter die Bank gerollt und liegt ganz hinten an der Wand.

Die Frau ist so erleichtert, dass sie vor Freude tanzt und sofort ihre Freundinnen
ruft: „Kommt her, wir müssen feiern! Ich habe gerade eben meine verlorene Silbermünze wiedergefunden! Ihr hattet recht, ich musste nur gründlich überall nachschauen. Aber jetzt wollen wir essen und trinken und uns freuen, dass ich meine zehn Münzen wieder zusammen habe!“

Jesus sagte: So freut sich Gott über jeden, der sich ihm anvertraut.
(Nach Lukas 15,
8-10)