MIT JESUS AUF DEM WEG NACH JERUSALEM

 

Jesus erzählt von Gottes Liebe: Das verlorene Schaf

Jesus wurde einmal gefragt, ob denn auch jemand wie ein Zolleinnehmer oder jemand, der andere verletzt hat, zu Gott kommen dürfe. Da erzählte Jesus seinen Zuhörern eine Geschichte von einem Mann, der hundert Schafe hatte. Jeden Tag ging der Hirte mit seinen Schafen auf die Weide, nachdem er sie gezählt hatte: 1, 2, 3… bis 100.

 

Abends rief er seine Schafe, und dann kehrten sie zurück zum Stall. Wieder zählte der Mann alle Schafe, die in den Pferch hineingingen: 1, 2, 3… bis 100. Aber an einem Tag war es anders. Da zählte der Hirte: …97, 98, 99… Aber das 100. Schaf fehlte!

Der Hirte machte sich auf den Weg, um es zu suchen. Er rief nach seinem Schaf.

Er kletterte über große Felsen und schürfte sich die Haut auf. Aber er bemerkte es gar nicht, weil er sich solche Sorgen um sein Schaf machte. Vielleicht war es ja abgerutscht und in den großen Fluss gefallen?

Endlich hörte der Hirte ein klägliches „Mäh“. Bald entdeckte er sein Schaf: Es war zwischen zwei Felsen gerutscht und saß fest.

Der Hirte kniete nieder, befreite sein Schaf aus dem Spalt und trug es nach Hause.

Er war glücklich, dass er es gefunden hatte und heimbringen konnte. Und er rief seine Freundinnen, Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn zusammen und sagte: Kommt und feiert mit mir! Schaut: Mein kleines Schaf war fortgelaufen, aber ich habe es wiedergefunden und nach Hause gebracht! Ich bin so froh, dass ihm nichts passiert ist und dass ich es wiederhabe!

Jesus erklärte seinen Zuhörer an: Genauso ist Gott. Er freut sich über alle, die zu ihm kommen!

(nach Lukas 15, 1 bis 7)